Fallstudie Nr. 1: Kielreparatur

In dieser Serie zeigen wir Ihnen Beispiele von Reparaturen, die wir abgeschlossen haben. So können Sie sich selbst ein Bild davon machen, wie yachtWORKS Probleme löst.

Problem:
Eine 49 Fuß Jeanneau Segelyacht vom Typ Sun Odyssey rammt unter Segeln mit der Vorderseite des Kiels einen Felsen. Im Augenblick des Unfalls macht sie etwa 4 Knoten Fahrt. Der Kiel wird im unteren Frontalbereich beschädigt, und über den Spalt zwischen Kiel und Rumpf dringt Wasser ins Schiffsinnere.

Vorgehensweise:
Nachdem der Versicherer seine Zustimmung gegeben hat, beauftragt der Eigner yachtWORKS, die Yacht von Ayvalık nach Turgutreis zu überführen, wo sich unsere Zentrale befindet.


Arbeitsschritt 1:
Die geplante Vorgehensweise wird Schritt für Schritt schriftlich niedergelegt. Der Eigner informiert den Versicherer über die voraussichtlichen Kosten und erhält seine Zustimmung.

Arbeitsschritt 2:
Ein “Erste-Hilfe-Team” wird nach Ayvalik geschickt, um vorläufige Reparaturen durchzuführen. Dann wird die Yacht zur Schiffswerft von D-Marin gesegelt, wo die eigentlichen Reparaturen beginnen.

Arbeitsschritt 3:
Gleich nach ihrer Ankunft bei D-Marin wird die Yacht an Land geholt. Das Unterwasserschiff wird mit Hochdruckstrahl gereinigt und genau untersucht.

Arbeitsschritt 4:
Diagnose: Durch die Wucht des Aufpralls ist an der Unterseite des Kiels die Beschichtung abgeschabt. Zwischen Rumpf und Kiel klafft ein Spalt, ebenso auf der Innenseite zwischen Rumpf und Kielanschlussplatte. Risse im inneren Rumpf werden festgestellt.

Arbeitsschritt 5:
Der Kiel wird vom Rumpf abmontiert. Der Rumpfabschnitt, an dem der Kiel befestigt war, wird geöffnet und mit mehreren Lagen Epoxyd und Matten verstärkt. Die Stelle wird abgeschmirgelt, Spachtelmasse aufgetragen und anschließend noch einmal abgeschmirgelt. Dann Auftrag von Epoxyd-Grundierung und Antifoulingfarbe.

Arbeitsschritt 6:
Farbe und Spachtelmasse werden vom beschädigten unteren Teil des Kiels entfernt und die Metalloberfläche gereinigt. Die Stelle wird mit Schutzfarbe bestrichen, dann nacheinander Epoxyd-Spachtelmasse, Expoxyd-Grundierung und Antifoulingfarbe aufgetragen.


Arbeitsschritt 7:
Inzwischen werden die Kielbolzen einzeln untersucht und, wo nötig, ersetzt durch Bolzen, die wir in unserer Schlosserwerkstatt originalgetreu nachgebaut haben


Arbeitsschritt 8:
Während die Arbeiten auf der Außenseite weitergehen, beginnen wir auch mit der Reparatur von innen. Die Risse im Bereich, wo der Kiel befestigt war, werden geöffnet und mit Epoxyd und Matten gefüllt. Danach wird Spachtelmasse aufgetragen, die Stellen fein geschmirgelt und gestrichen.


Arbeitsschritt 9:
Die Kielanschlussplatte wird repariert und in einer Presse geradegerichtet.


Arbeitsschritt 10:
Die Yacht wird vom Travellift angehoben, damit der Kiel wieder montiert werden kann. Diese Operation erfordert Feingefühl und Akkuratesse. Sikaflex, ein elastischer Filler, den wir wegen seiner guten Dichtungs- und Verbindungseigenschaften wählen, wird großzügig überall auf den oberen Kielrand aufgetragen. Der Kiel wird an seinen Platz montiert und die Verbindungsbolzen von innen festgeschraubt. Überquellendes Sikaflex zwischen Rumpf und Kiel auf der Außenseite wird entfernt.



Arbeitsschritt 11:
Nach einem letzten Antifouling-Anstrich wird die Yacht wieder zu Wasser gelassen und ihrem Besitzer übergeben.

Kundenkommentar:
“Wie versprochen, hat yachtWORKS sehr professionell und termingenau gearbeitet. Dank des fachlichen Know-How und der langjährigen Erfahrung dieser Firma hat alles prima geklappt. Ich bin mit yachtWORKS’ Arbeitsweise sehr zufrieden und werde sie ganz sicher in Zukunft wieder beauftragen.”




Zu den Fotos der Reparatur: Ansehen:


Es gehört zu unserer Firmenpolitik, keine Einzelheiten über Yachteigner oder besondere Merkmale der Yacht zu veröffentlichen. Den Eignern und Schiffbauarchitekten, die beim Zustandekommen dieser Serie behilflich waren, danken wir für ihre Zusammenarbeit


  last update: 23.05.2009

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